Auf dieser Seite stellen wir einige unserer Aktionen aus dem Jahr 2025 vor.
Es finden sich sowohl Bilder, als auch ausgewählte Pressebeiträge dazu.
11.08.2025 ▸ Widersetzen die 1.
11.08.2025 ▸ Immer noch: ein Kopf für Ria Deeg!
11.05.2025 ▸ AfD-Verbot!
21.03.2025 ▸ Bezahlkarte
08.03.2025 ▸ Internationaler Frauentag 2025
Widersetzen, die 1.
Am 6. September fand die 1. Aktion gegen die Neugründung der Junge Alternative, die für den 29./30.11.2025 in den Gießener Hessenhallen geplant ist, statt.
Etwa 150 Leuten nahmen an der ersten Kundgebung teil. Für eine bunte Gesellschaft, in der Vielfalt als eine Bereicherung angesehen wird. Für eine Gesellschaft, in der alle Menschen ohne Angst vor Diskriminierung leben können.
Das Ende einer toleranten Gesellschaft fängt bei der Tolerierung von Intoleranz an.
Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.
NSDAP-Reichspropagandaleiter Joseph Goebbels zog nach den Reichstagswahlen im Mai 1928 als einer von zwölf Abgeordneten der NSDAP in den Reichstag ein. In einem Leitartikel des „Völkischen Beobachters“ schrieb er schon im April 1928 folgendes:
„Wir treten in den Reichstag ein, um uns mit demokratischen Waffen zu rüsten. Wenn Demokratie dumm genug ist, uns kostenlose Bahnpässe und Gehälter zu geben, dann ist das ihr Problem … Wir kommen weder als Freunde noch als Neutrale. Wir kommen als Feinde! Wie der Wolf die Schafe angreift, so kommen wir.“
Die Wähler*innen hätten es wissen können. Wenn sie hingesehen hätten.
Die rechtsextremistischen, im Kern faschistische AfD ist nicht deckungsgleich mit der NSDAP.
Jede Zeit und hat ihren eigenen spezifischen Faschismus.
Sie ist mit über 20 % bei der letzten Bundestagswahl im Parlament stark vertreten.
Die Würde des Menschen – der erste Artikel in unserem Grundgesetz – wird von ihnen in Frage gestellt und abgelehnt.
"Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Ihre "Remigrationspläne" sind damit nicht vereinbar.
Die rechtsextreme Junge Alternative beschloss bei einem Bundeskongress ihre Auflösung zum 31. März - unter anderem stand sie wegen ihrer völkischen Einstellung vor einem Vereinsverbot.
Durch die Neugründung erfolgt eine engere Anbindung an die Mutterpartei. Und damit wird ihr Verbot schwieriger. Gemäßigter oder weniger gefährlich wird diese Gruppe dadurch sicher nicht.
Das Bündnis Widersetzen Gießen, in dem wir ein Teil sind, planen großflächige und vielfältige Aktionen gegen die Neugründung einer rechtsextremen Jugendorganisation. Unser Wunsch ist es, dass diese Neugründung nicht stattfindet. Nicht hier und nicht anderswo.
Was können wir tun?
Werben wir für eine breite Unterstützung der Aktionen durch die Zivilgesellschaft.
Stellen wir uns laut dagegen.
Gewaltfrei, aber sehr deutlich.
Widersetzen wir uns der Neugründung der AfD-Jugend.
Der Gießener Anzeiger berichtete:
Kundgebung gegen AfD-Pläne in Gießen.
Immer noch!
Ein Kopf für Ria Deeg!
Am 13. August 2002 ist die Gießener Widerstandskämpferin Ria Deeg gestorben. Die OMAS GEGEN RECHTS - Gießen haben an sie zum 25. Todestag erinnert. Vielen, die sie gekannt und geachtet haben wissen um ihr Engagement.
Das Gedenken an den Widerstand gegen das Nazi-Regime konzentriert sich meist auf den konservativen und kirchlichen Widerstand. Spätestens mit dem KPD-Verbot 1956 wurden Kommunisten endgültig aus der öffentlichen Ehrung ausgeschlossen.
Heute ist anerkannt, dass der Widerstand der Arbeiterbewegung schon allein von der Zahl her das Hauptkontingent der politisch Verfolgten darstellt.
Und ja, Rias Widerstand kam aus der kommunistischen Arbeiterbewegung.
Nach dem Krieg standen diese Menschen unter dem Verdacht des Landesverrats, der "vaterlandlosen Gesinnung". Zu erinnern ist an die unwürdige Behandlung der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung, als es in den 1950er um Entschädigungs- und Rentenfragen ging.
Eine dieser Widerständigen in Gießen war Ria Deeg. Uns ist es wichtig, sie zu würdigen und einen Beitrag zur Erinnerung zu leisten.
Wir fordern eine sichtbare Ehrung der Antifaschistin Ria Deeg mit einem bronzenen 'Gießener Kopf'.
Bei der Gedenkveranstaltung, an der über 100 Menschen teilnahmen, sprachen sowohl Zeitzeugen als auch Personen, die sich schon lange für diesen Kopf einsetzen.
.Nach unserer Eröffnungsrede wurde zunächst eine Stele mit einem getöpferten Kopf (Tonarbeit Ingeborg Meier) feierlich enthüllt. Anschließend folgte ein alten Tonbeitrag von Ria Deeg ("Ria kann das!"). Zu den Redner*innen zählten:
- Dr. Ulrike Krautheim, Historikerin und Gutachterin bezüglich des Stalinismus-Vorwurf gegenüber Ria Deeg
- Prof. Heinrich Brinkmann, Politikwissenschaftler und Zeitzeuge
- Uli Bolz, Zeitzeuge aus der gemeinsamen Arbeit in der VVN-BdA e.V. (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten)
- Desiree Becker, MdB der Linken
- Martina Lennartz, Stadtverordnete der DKP
- Dietlind Grabe-Bolz, ehemalige Oberbürgermeisterin (SPD)
- Dieter Bender, langjähriger Lokalhistoriker für die vergessenen Opfer des Faschismus
Hier der Beitrag von Dr. Krautheim "... unermüdlichen Einsatz für Menschlichkeit und Anstand"-
Die Gießener Allgemeine hat schon am Vortag einen ausführlichen Beitrag zum Leben von Ria Deeg veröffentlicht. »Unrecht«: Warum eine Gießener Widerstandskämpferin keine Würdigung erhält.
Über die Gedenkkundgebung berichtete der (Gießener Anzeiger): Eine Stele steht schon in der Gießener Plockstraße. Die (Gießener Allgemeine) titelt: Erinnern an Ria.
Unsere erste Aktion 'eine Büste für Ria Deeg' dazu fand am ➔ 16. Dezember 2021 statt.
Ebenso waren wir zum Beispiel am 5. März 2022 ➔ Ein Kopf für Ria Deeg
und am 7. April in der Öffentlichkeit mit dieser Forderung vertreten. ➔ Erinnern heißt nicht ehren.
Wir werden dieses berechtigte Anliegen nicht vergessen.
AfD-Verbot!
Der Verfassungsschutz hat es am 02.05.2025 endlich bestätigt: Die AfD-Bundespartei ist nun bundesweit “gesichert rechtsextrem”.
Für alle Demokrat*innen heißt der nächste Schritt: “Parteiverbot”.
Feinde der Demokratie sollen nicht die Möglichkeit bekommen, die Demokratie abzuschaffen - Das ist der Grundsatz, der hinter dem Begriff der wehrhaften Demokratie steht.
Aus diesem Grund haben wir mit vielen anderen Bündnissen aus dem Umkreis Gießen zu einer Kundgebung und Demonstration am 11. Mai in Gießen aufgerufen.
Trotz dieser spontanen Versammlung, welche durch den Aufruf der bundesweiten Kampagne
"AfD Verbot Jetzt"
ins Leben gerufen wurden, erschienen an diesem sonnigen Muttertag mehr als 800 Menschen aus Gießen und Umgebung.
Im Jahr 1930 versuchten preußische Beamte, die NSDAP zu verbieten. Die Regierung lehnte das ab. Sie wollte die Nazis lieber politisch stellen und die Konservativen versuchten die Rechtsextremen mit Worten zu schlagen. Unsere Geschichte zeigt, wo dieser riskante Schachzug hinführen kann.
Vor diesem erneuten Fehler möchten wir auch die neue Bundesregierung warnen und fordern daher einen sofortigen AfD-Parteiverbotsantrag beim Bundesverfassungsgericht!
Hier der Redebeitrag der OMAS GEGEN RECHTS - Gießen: "Es braucht uns alle"
Demonstranten in Gießen wollen AfD-Verbot (Gießener Anzeiger)
„Gefahr für die Demokratie“: Klare Worte auf Demo in Gießen gegen AfD (Gießener Allgemeine)
Bezahlkarte
Die Hessenschau wendet sich dem aktuellen Stand beim Thema Bezahlkarte zu: Bezahlkarte für Geflüchtete in Hessen -Regierung verfehlt Ziel
Pro Asyl hat sich ebenfalls mit den Problemen der Bezahlkarte auseinandergesetzt: So läuft das nicht: Die lange Liste der Probleme mit der Bezahlkarte
Gießener Bündnis gegen Bezahlkarte wird laut (Gießener Anzeiger)
Lautstarker Protest gegen Bezahlkarte" (Gießener Allgemeine)
Internationaler Frauentag 2025
„WIR WOLLEN BROT, ABER AUCH ROSEN!” .
Brot und Rosen, so lautet der Text eines Liedes aus dem Jahre 1912.
Geschrieben wurde es bei einem Streik von 14.000 Textilarbeiterinnen in Lawrence, USA. Er richtete sich gegen die Hungerlöhne und die Kinderarbeit.
Der Text ist hier hinterlegt: Brot und Rosen.
Am Ende heißt es, 'Drum kämpfen wir ums Brot und um die Rosen auch'.
Der Internationale Frauentag hat eine lange Geschichte. Und auch der Protestcharakter des 8. März ist nicht ganz vergessen.
Auch in diesem Jahr gab es weltweit vielfältige Veranstaltungen zu diesem Tag. Auch in Gießen.
Eine beeindruckende Aktion fand in der Löbergasse statt. Das Frauenhaus Gießen, die Pro-Abtreibungs-Initiative »My Voice My Choice«, Amnesty International, wir DIE ONMAS GEGEN RECHTS und viele weitere Gruppierungen hatten ihre Stände aufgebaut.
An unserem Stand war das Motto Auch Frauen haben Wünsche. Und Rechte!
An zwei lebensgroßen Holzfiguren haben Passant*innen ihr Zettel mit ihren Wünschen angebracht. Eine beeindruckende Zahl gegen Ungerechtigkeit, für Menschlichkeit und für Frieden wurden angeheftet.
Unser Schwerpunkt an diesem Tag war ein ganz konkreter. Das letzte Abschiebedrama in Gießen, siehe weiter unten.
Zwei Demonstrationszüge liefen abends durch Gießen.
Eine davon wurde vom 8. März Bündnis Gießen. »8. März heißt Widerstand, Frauen kämpfen Hand in Hand!«. Das Motto dieser Demonstration »Frauen gegen Krieg und Krise«. Rund 300 überwiegend junge Frauen und Männer versammeln sich, um gemeinsam für die »Befreiung der Frau und gegen Krieg, Krise und ein System, das auf Ungleichheit basiert« zu demonstrieren. Eine derartige Demonstration zum »revolutionären Frauenkampftag« fand in Gießen nun zum zehnten Mal in Folge statt. Eine weitere startete am Katharinenplatz, organisiert vom »Bündnisses Feministischer Kampftag«. Zu einer Zusammenarbeit der beiden Gruppen ist es nicht gekommen.
Die Gießener Allgemeine titelt: Feministischer Kampftag
Und der Gießener Anzeiger berichtet: In Gießen »gegen die patriarchale Welt«"
Abschiebedrama in Gießen
Die 29-jährige Hazine floh vor drei Jahren mit ihrer 7-jährigen Tochter aus der Türkei, um der Gewalt ihres Mannes zu entkommen. Aufgrund massiver Misshandlungen erlitt sie unter anderem eine Fehlgeburt.
Hazine hat hier einen Antrag auf Asyl gestellt. Dieser wurde abgelehnt, denn häusliche Gewalt und selbst Todesdrohungen sind kein Asylgrund.
In Deutschland arbeitete sie in einem Pflegedienst und hatte eine Jobperspektive in einer Demenz-WG, während ihre Tochter die Grundschule besuchte.
Ihr Asylantrag wurde abgelehnt, da häusliche Gewalt und Todesdrohungen nicht als Asylgründe anerkannt werden.
Hazine benötigt dringend finanzielle Unterstützung! Nicht nur für den Lebensunterhalt in ihrem Versteck, sondern auch für juristischen Beistand, um ihre Rechte zu verteidigen.
Jede Spende zählt und kann Hazine helfen, ein sicheres Leben für sich und ihre Tochter zu ermöglichen.
Flüchtlingshilfe Mittelhessen e.V.
IBAN: DE71 5139 0000 0071 0900 00
Stichwort "Hazine".
Pressestimmen aus Gießen zu der inhumanen Abschiebung:
Mutter und Tochter aus Gießen abgeschoben"
Abschiebedrama im Wichernweg"
Die Flüchtlingshilfe Mittelhessen ist vom Finanzamt Wetzlar als gemeinnützige Organisation anerkannt. Die Spenden sind steuerlich also absetzbar.
Ein Zuhause in Gießen verloren, Update vom 12. März 2025.
Die Bundestagswahl (eigentlich im September 2025 geplant) findet nun im Februar 2025 statt. Das heißt dann auf für uns Winterwahlkampf!
Trotz der Kälte haben sich denoch viele OMAS GEGEN RECHTS - Gießen auf dem Seltersweg eingefunden um gegen den deutlich erkennbaren Rechtsruck in der Politik und in der Gesellschaft unsere Vorstellung von Menschlichkeit, Soziale Gerechtigkeit und mehr zu bewerben.
Wir haben uns bis zum 22.Februar, dem letzten Wahlkampftag mit Material ausgerüstet.
Unser gut besuchter Stand war ein hervorragender Auftakt für unseren Wahlkampf! An den kommenden fünf Samstagen werden wir weiterhin präsent sein, um aktiv gegen Hass und Hetze einzutreten. Wir setzen uns entschlossen gegen den Rechtsruck in unserem Land ein – auch auf der Straße! Kommt vorbei und unterstützt uns in diesem wichtigen Anliegen!
Erfreulicherweise haben Linde und Wilmar Steup aus Pohlheim unseren Stand immer wieder musikalisch aufgewertet. Wir danken ganz herzlich.
Erfreulicherweise haben Linde und Wilmar Steup aus Pohlheim unseren Stand musikalisch aufgewertet. Wir danken ganz herzlich.
Die Organisation Aufstehen gegen Rassismus hat sich unter anderem mit dem Personal der AfD auseinandergesetzt.
Wer AfD wählt, wählt Nazis!"
Der Volksverpetzer gibt die Broschüre
Fakten gegen rechte Mythen! heraus, dass hier online nachzulesen ist.



















































